Gesundheit geht vor – auch im Job?

Die vergangene Arbeitswoche war ziemlich stressig. Die kommende wird es vermutlich auch noch. Dann kann ich mir die Arbeit hoffentlich wieder etwas besser einteilen und etwas weniger stressige Aufgaben bearbeiten, bevor ich die Schmerzgrenze erreiche.
Zur Zeit bin ich mit einer komplexe Programmierung beschäftigt. Die ist die Voraussetzung dafür, dass ich vernünftig weiter machen kann: Sprich, dass ich nicht ständig weitere komplexere Aufgaben zurückstellen muss, so wie ich das in den letzten Wochen gemacht habe. Ich habe das alte Jahr ruhig ausklingen lassen und lasse es auch im neuen Jahr erst mal etwas ruhiger angehen: Ich erledige Routine-Arbeiten halte auch brav meine Bildschirmpausen ein.
Es geht mir gesundheitlich noch ganz gut und ich kann auch relativ gut von der Arbeit abschalten.

Mit Mitte 30 die HWS eines 60-70-Jährigen…

Letzte Woche fange ich endlich mit den schwierigeren Aufgaben an.
Und schon geht es wieder mit den gesundheitlichen Problemen los:
Ich habe von Geburt an eine starke Rückgratverkrümmung und leide seit über 20 Jahren an einem chronischen HWS-Syndrom. Die ersten Probleme treten bereits mit 29 auf, also vor
25 Jahren. Mit Mitte 30 habe ich zwei Bandscheibenvorfälle in der HWS. In der Reha bin die zweitjüngste Patientin mit Rückenbeschwerden und die einzige mit Problemen in der Halswirbelsäule.

Das hat sich seitdem sicher geändert. Ich bin mit 23 zum ersten Mal am PC gesessen.
Die nachfolgenden Generationen wachsen mit PC und anderen elektronischen Medien
auf und entwickeln schon in sehr jungen Jahren den sprichwörtlichen „Handy-Nacken“.
Also war ich mit meinen Beschwerden gewissermaßen meiner Zeit voraus.

Der Orthopäde, der meine Kernspin-Aufnahmen begutachtet, lässt sich von der starken Abnutzung meiner Halswirbel zu einem trockenen Kommentar hinreißen:
„Meine Wirbelsäule würde eher zu einem 60-70-jährigen passen als zu jemandem mit
Mitte 30“, meint er. Diesen Spruch kann er mittlerweile sicher öfter ablassen.
Ich habe nach der Reha den Arzt gewechselt.

Klassische Berufskrankheit

Den Beruf kann ich nicht wechseln, obwohl mir klar ist, dass mein IT-Job meine Beschwerden  schlimmer macht. Das HWS-Syndrom ist eine klassische Berufskrankheit bei PC-Berufen. Aufregung oder Stress macht das Ganze grundsätzlich schlimmer.

Bis Dienstag wird das Ziehen im oberen Rücken zu Hause schnell besser und spricht gut auf Wärme an. Ab Mittwoch tun meine Bandscheibenvorfälle wieder richtig weh. Am Donnerstag helfen auch keine Kirschkernkissen mehr.

Also lege ich am Freitag gleich am Morgen ein ThermaCare-Wärmepflaster auf.
Das scheint tatsächlich zu helfen – bis das erste Programmier-Problem auftritt.
Schon sind die Schmerzen wieder da: Mit voller Wucht.
Als ich das Problem gelöst habe, entspannt sich meine Nackenmuskulatur wieder
und die Schmerzen gehen weg. Bis zum nächsten Problem.
Aber es hilft nichts: Da muss ich jetzt durch. Also Zähne zusammen beißen und weiter arbeiten. Gegen 11 Uhr habe ich den Fehler gefunden. Na bitte, geht doch! Ich atme erleichtert auf.

Die Programmierung ist zwar noch nicht ganz fertig, aber der Rest kann warten bis nächste Woche. In einer halben Stunde kann ich ins Wochenende starten und meiner angeschlagenen HWS eine dringend nötige PC-Pause gönnen. Eigentlich habe ich mir fürs Wochenende einiges vorgenommen, auch am PC. Aber das kann auch warten. Gesundheit geht vor. Ganz klar.

Ich kann wieder nicht von der Arbeit abschalten

Auf dem Heimweg fällt mir eine potentielle Lösung für den Teil ein, den ich nicht mehr geschafft habe. Ich verfolge den Gedanken weiter, während ich in die Pedale trete und schreibe es zu Hause gleich  auf.

Jetzt könnte ich eigentlich ins wohl verdiente und vor allem dringend benötigte Wochenende starten. Aber die Gedanken an die Arbeit lassen mich  nicht los.

Früher war das ein Dauerproblem bei mir: Dass ich einfach nicht abschalten konnte. Auch nicht am Wochenende. Ich habe sogar schon an Weihnachten fachliche Probleme für die Arbeit gelöst. Oft habe ich Dateien nach Hause gemailt und daheim daran weiter gearbeitet, bis ich eine Lösung gefunden habe.

Steuere ich schon wieder auf eine Überlastungsreaktion zu?

Heute mache ich das nicht. Ich kann mich beherrschen. Meine schmerzende Halswirbelsäule macht es mir leichter. Außerdem bin ich stehend k.o. und habe das Gefühl, dass ich schon wieder auf eine Überlastungsreaktion zusteuere. Wie schon so oft. Das geht jetzt gar nicht. Ich war fast neun Monate wegen meiner Zwangsstörung krank geschrieben und bin erst seit einem halben Jahr an der neuen Stelle, die extra für mich eingerichtet wurde. Genau gesagt wurde meine alte Stelle in eine andere Abteilung verlegt, für die ich in früheren Jahren schon viel gearbeitet habe. Warum ich so lange krank war, weiß da angeblich keiner. Dass ich schon öfter Rückenprobleme hatte, ist schon bekannt. Da befinde ich mich in bester Gesellschaft. Aber ich will nicht schon wieder krank geschrieben werden…

Eine kleine Auszeit im Café tut gut

Am Nachmittag gehen wir in ein Café, zum ersten Mal in diesem Jahr. Ich muss einfach raus, unter Leute, mich ablenken. Ich rede immer noch sehr viel über mein Programmierproblem.
Aber durch den Ortswechsel gewinne ich ein wenig Abstand. Die Erschöpfung fällt von mir ab. Die ansprechende Umgebung, die fröhlich plaudernden Menschen um mich herum, dazu ein großer Cappuccino und ein Stück Himbeerkuchen…

Endlich Wochenende ! Es geht doch nichts über ein wenig Selbstfürsorge!

Neue Lösungsansätze in der Nacht und beim Zähneputzen

Am Samstag wache ich mitten in der Nacht mit einer weiteren Idee für mein Programmier-Problem auf. Mir fällt öfter etwas buchstäblich im Schlaf ein. Ich kann wieder einschlafen.
Das ist keineswegs selbstverständlich bei mir. Ich habe schon Nächte lang über fachliche Probleme gegrübelt oder bin mitten in der Nacht aufgestanden und habe ganze Konzepte ausgearbeitet. Heute komme ich wieder zur Ruhe.

Beim Zähneputzen fällt mir wieder etwas ein. Ich hole Papier und Bleistift und schreibe alles ganz genau auf. In der Mathematik und auch in der Programmierung spricht man von Algorithmus. Wirklich strukturiert sind meine Notizen nicht. Ich muss nachträglich etwas einfügen und die Nummerierung anpassen.

Am liebsten würde ich die neuen Lösungsansätze sofort ausprobieren

Am liebsten würde ich meine Erkenntnisse sofort sauber am PC tippen und ins Büro mailen.
Am allerliebsten würde ich das ganze eigentlich sofort ausprobieren. Aber dann würde ich
wieder den halben Samstag am PC sitzen und meine HWS-Beschwerden wären wieder da.
Jetzt wo sie endlich weg sind, weil Wochenende ist.

Also mache ich das einzig Sinnvolle: Ich lege meine Notizen auf meine Bürotasche, zu den Notizen vom Vortag. Dann erledige ich ein wenig Hausarbeit, die ich eigentlich am Nachmittag machen wollte, bis ich mit meinem meinem Mann auf den Markt zum Einkaufen gehen kann. Anschließend backe ich einen kleinen Apfelkuchen her. Das hatte ich eigentlich nicht vor, aber meine Mann meint, dass die Äpfel langsam etwas schrumpelig werden. Ich habe den Wink verstanden…

Nerven-Nahrung

Mein neuer Chef hat mir zum Nikolaus zwei Pralinen geschenkt. Das ist Tradition, meint er,
und „Nerven-Nahrung“. Die kann ich brauchen.

Natürlich löst Schokolade keine Programmierprobleme. Und auch keine anderen Probleme.
Aber so eine kleine „Belohnung“ oder eine kleine Stärkung hat auch etwas mit Selbstfürsorge zu tun. Und die ist ganz wichtig – besonders dann, wenn es mal wieder besonders stressig ist und alles andere wichtiger zu sein scheint als das eigene Wohlbefinden.

Deshalb verbringe ich am Wochenende relativ wenig Zeit am PC und höre sofort auf,
sobald ich das erste Signal von meinem Körper bekomme. In der Arbeit geht das nicht so leicht. Trotzdem sollte – oder müsste – ich mich auch im Beruf ein wenig zurücknehmen, wenn mein Körper wieder deutliche Schmerzsignale sendet.

Gesundheit ist das Wichtigste im Leben. Gesundheit ist nicht alles, aber ohne sie ist alles nichts.

Etwas sagen kann sehr hilfreich sein

In der ersten Therapiesitzung im neuen Jahr spreche ich natürlich an, dass ich an Weihnachten ziemlich viel von mir preis gegeben habe: Genau gesagt über meine Kindheit. Im nächsten Moment ist mir das schon furchtbar unangenehm, dass ich all diese sehr persönlichen und
auch höchst problematischen Dinge gesagt habe – in Gegenwart meines Schwagers, meiner Schwägerin, unserer Nichte, eines unserer Neffen und meines Mannes. Der war bis dahin der einzige, der davon wusste, dass ich mit 15 am liebsten gestorben wäre und davon überzeugt
war, dass meine Eltern ohne mich besser dran wären.
Die Stimmung ist vorher schon nicht sehr weihnachtlich, ganz im Gegenteil: Wir haben zu diesem Zeitpunkt gefühlt schon mindestens eine Stunde nur über sehr schwierige aktuelle Themen gesprochen, die auch mich betreffen. Irgendwann wird mir das dann einfach zu viel.
Wie gesagt: Ich bereue es sofort und bedauere meinen Gefühlsausbruch den ganzen Abend und
die nächsten Tage noch zutiefst, obwohl die Reaktionen meiner Verwandten sehr positiv sind:

Meine Schwägerin legt mir die Hand auf den Arm und stellt fest, dass sie und ihre Geschwister es als Kinder leichter hatten. Mein Schwager berichtet von seinen Problemen mit seiner eigenen Mutter und vermittelt mir auch ein Gefühl von Solidarität. Verständnis zeigen alle. Keiner ist mir böse. Ganz im Gegenteil.

Ich fühle mich verstanden und akzeptiert

Meine Schwägerin versichert mir, dass es gut ist, dass ich (noch) da bin.
Ich fühle mich von der Familie meines Mannes verstanden und akzeptiert.
Etwas, was mir in meiner eigenen Familie immer gefehlt hat.

Positive Gefühle festhalten

Dieses Gefühl soll ich festhalten. Das Gefühl, verstanden und angenommen zu werden.
Es ist in Ordnung, dass ich über meine Probleme gesprochen habe, auch wenn diese
schon lange zurück liegen und es aktuell um die Probleme meiner Schwiegermutter
geht, bei der sich das hohe Alter zunehmend bemerkbar macht.

Ich will nicht, dass meine Verwandten in mir jetzt einen weiteren „Problemfall“ sehen.
Aber um mich müssen sie sich nicht kümmern… Sie können sich weiterhin auf die Probleme ihrer Mutter konzentrieren. Und müssen dabei auch keine Rücksicht auf mich nehmen.
Aber vielleicht ist es trotzdem gut, dass sie nun wissen, warum ich kein so inniges Verhältnis
zu meiner Mutter habe wie sie zu ihrer und oft etwas gereizt reagiere, wenn ich auf meine Mutter angesprochen werde.

Ruhig mal was sagen – das brauchen wir Menschen

Meine Therapeutin versichert mir immer wieder, dass ich ab und zu mal was sagen soll.
Natürlich nicht zu jedem und ungefiltert. Aber zu Menschen, die mich verstehen.
Das brauchen wir Menschen. Einfach mal was raus zu lassen.

Ich schlucke schon mein ganzes Leben viel zu viel runter. Einer meiner Standardsprüche
lautet: „Ich ersticke noch mal an dem, was ich nicht sage…“
Und weil ich so oft nichts sagen kann, schreibe ich das Ungesagte auf:
So lange und so viel, dass es zwanghaft wird.

Ich würde immer noch unkontrolliert und zwanghaft schreiben, wenn nicht mein Chef
etwas zu mir gesagt hätte. Vielleicht wäre das Vertrauensverhältnis nicht komplett gestört,
wenn ich den Mut gefunden hätte, ihm etwas von meinen Problemen zu sagen, bevor er sie selbst entdeckt hat. Ich werde es nie erfahren.

Unsere Personalchefin und der Personalrat reagieren mit Verständnis, als sie von meinem Dokumentationszwang erfahren. Sie unternehmen alles erdenklich Mögliche unternommen,
damit ich im IT-Bereich weiter arbeiten kann – in einer anderen Abteilung.

Nicht jedem alles sagen

Meinen neuen Kolleginnen und Kollegen sollte ich aber lieber nichts sagen, meint die Personalratskollegin, als ich meine neue Stelle antrete. Aber mit ihr und den anderen Personalratsmitgliedern kann ich jederzeit über meine Probleme sprechen.
Und auch mit einigen Familienmitgliedern, wie ich an Weihnachten festgestellt habe.
Und natürlich mit meiner Verhaltenstherapeutin, die keineswegs nur gute Ratschläge
für das richtige Verhalten parat hat, sondern auch sehr intensiv nach den Ursachen
meiner Probleme forscht.

Einige dieser Ursachen habe ich an Weihnachten angesprochen: Unüberlegt, spontan
und in einem Gefühlsausbruch. Trotzdem sehe ich es im nachhinein positiv, dass das
alles aus mir heraus gebrochen ist.

Etwas sagen kann manchmal wirklich sehr hilfreich sein 🙂

Ein freier Tag … Was nun ?

Eigentlich wollte ich heute von 10-16 Uhr einen Kurs an der VHS besuchen. Damit wäre der Tag ziemlich verplant gewesen. Vor einigen Tagen kam der Anruf von der VHS: Sie bedauern es sehr. Aber das Seminar findet nicht statt, weil sich zu wenig Personen angemeldet haben. Vielleicht war ich sogar die einzige.

Natürlich bin ich enttäuscht. Ich habe ich mich auf den Kurs gefreut und auch darauf, einen Tag mit neuen Leuten zu verbringen. Meine Therapeutin meint, dass es sehr wichtig für mich ist, unter Leute zu gehen. In der Arbeit bin ich zur Zeit Einzelkämpferin und habe relativ wenig Kontakt zu meinen Kolleginnen und Kollegen. Meine Freunde haben zur Zeit alle ihre eigenen Probleme und ich ehrlich gesagt auch. Da wäre so ein Seminar eine nette Abwechslung gewesen und ich wäre vielleicht auf andere Gedanken gekommen. Das meinte auch meine Therapeutin, als sie mich am Montag in die Woche verabschiedet hat.

Ich habe nichts vor und bin trotzdem aufgeregt

Ich wäre sicher etwas aufgeregt vor dem Kurs. Das ist ganz normal. EU-Stress, also positiver Stress in freudiger Erwartung, was da auf mich zukommt. Nun habe ich einen freien Tag
vor mir und nichts Besonderes vor und bin trotzdem aufgeregt. Oder vielleicht gerade,
weil ich nichts vor habe ?

Eigentlich habe ich daheim immer genug zu tun und ich will auch bis Jahresende noch einiges fertig bringen. Das meiste davon habe ich noch gar nicht angefangen. Deshalb habe ich auch sofort die positive Seite gesehen: Ich habe das ganze Wochenende für mich und kann meinen eigenen Kram machen. Vielleicht findet das Seminar im nächsten Semester statt. Es soll auf jeden Fall wieder angeboten werden. Und so wichtig war es auch wieder nicht. Nur interessant. Und halt mal was anderes als daheim sitzen am PC oder auf der Couch oder Hausarbeiten und
all die Dinge zu erledigen, zu denen mir während der Woche oft die Zeit und vor allem die Energie fehlt.

Warum brauche ich immer eine Beschäftigung ?

Also warum habe ich dann ein Problem damit, dass ich heute frei habe ?
Warum brauche ich immer eine Beschäftigung ? Gestern Abend sitze ich auf der Couch.
Ich bin müde und habe leichte Kopfschmerzen. Eigentlich könnte ich noch ein wenig
Musik hören bis zur Tagesschau um 20 Uhr. Stattdessen löse ich noch schnell ein Sudoku
in der TV-Zeitschrift, die ich am nächsten Tag entsorgen möchte. Seltsamerweise schaffe
ich das sogar ganz leicht, obwohl ich denke, dass ich eigentlich zu müde bin, um mich
richtig zu konzentrieren. Aber die Zahlen tragen sich fast wie von selbst in die Kästchen
ein. Und es sind auch tatsächlich die richtigen.

Wäre ich wirklich glücklich, wenn ich nicht mehr arbeiten müsste ?

Wieso schaffe ich das nicht mal bei einem Lotto-Schein … ?
Dann könnte ich meinen Job kündigen, der mir so viel Energie raubt und nur noch
an meinen eigenen Projekten arbeiten. Aber wäre ich dann wirklich glücklich und
zufrieden ? Wenn ich die ganze Zeit daheim wäre ? Wenn ich schon ein Problem
damit habe, einen freien Tag am Wochenende zu genießen ?

Ich atme tief durch und beschließe, erst mal einen Kuchen zu backen.
Es ist zwar noch ein halber da, aber den teilen wir uns heute Nachmittag mit meiner Schwiegermutter. Der Besuch war eigentlich nicht geplant. Aber sie freut sich unheimlich,
dass wir vorbei kommen. Und ich kann meinen unerwarteten freien Tag sinnvoll nutzen.
Auch wenn der Nachmittag vermutlich wieder anstrengend wird und ich am Rest des Wochenendes wieder einiges verarbeiten muss… Aber wenigstens habe ich wieder eine
sinnvolle Aufgabe an diesem „geschenkten“ Tag.

Vielleicht klappt es ja nächstes Wochenende mit dem Relaxen …

Therapeutischer Brief

Der therapeutische Brief dient in erster Linie dazu, dir alles von der Seele zu schreiben,
was du einer bestimmten Person nicht (oder nicht mehr) sagen kannst, z. B. deiner
Mutter, deinem Vater, einem früheren Lebenspartner oder wer immer dir sonst noch
das Leben schwer macht oder gemacht hat. Therapeutische Briefe können auch an
Verstorbene adressiert sein.

Vielleicht werden dir beim Schreiben Dinge bewusst, die dir vorher nicht klar waren
oder die du vergessen oder verdrängt hast. Du schreibst den therapeutischen Brief
nicht für die Person, an die er sich richtet, sondern für dich.

Was du mit diesem Brief machst, ist deine Entscheidung:
Natürlich kannst du den Brief an die Person schicken, an die er adressiert ist.
Das kommt aber eher selten vor.

Wie gesagt: Der therapeutische Brief ist für dich. Du kannst den Brief behalten
und später wieder durchlesen oder auch zerreißen, wegwerfen oder verbrennen.

Meinen MitpatientInnen in der Gruppentherapie haben ihre Briefe geholfen.
Wenn ich mich dazu aufraffen kann, selbst einen therapeutischen Brief
zu schreiben, berichte ich darüber auf meinem Blog.

Vielleicht hast du schon Erfahrung mit therapeutischen Briefen?
Es wäre schön, wenn du sie uns mitteilen würdest!

Anleitung zum Glücklichsein

Vor kurzem läuft in 3SAT ein Film mit dem Titel „Anleitung zum Unglücklichsein“ –
frei nach dem gleichnamigen Bestseller des berühmten Kommunikationswissenschaftlers, Psychotherapeuten, Soziologen, Philosophen und Autors Paul Watzlawick, der sogar eine
kleine Rolle in der Tragikomödie über den alltäglichen Wahnsinn einer stets pessimistischen jungen Frau übernimmt.

Zwei Zitate schreibe ich mir trotz der späten Stunde sofort auf:

pfeil-nach-links Vielleicht kann man das Leben nur verstehen, wenn man es rückwärts betrachtet.
Leben muss man es vorwärts.   pfeil-nach-rechts

Wenn ich mich jetzt freue, passiert sicher wieder etwas Schlimmes…
Also freue ich mich lieber nicht zu sehr. Dann kann ich nicht so stark
enttäuscht werden.

Freue dich lieber erst einnmal. Wenn es tatsächlich schlimmer
wird, hast du dich wenigstens gefreut.

Fazit: Schau nach vorne und freue dich lieber jetzt als nie ! 🙂

Achtsamkeit – eine kleine Auszeit

Ich betrachte den großen Baum vor meinem Bürofenster. Er verliert schon Blätter.
Das Laub wird immer bunter, viele Blätter sind schon gelb, einige rot. Ein Vogel
fliegt in den Baum. Der Himmel ist mit dichten grauen Wolken überzogen, aber
es regnet nicht. Ich betrachte wieder den herbstlich gefärbten Baum. Den Vogel
kann ich nicht mehr entdecken.

Ich spüre die Wärme der Teetasse in meiner Hand. Ich hebe die Tasse an den Mund
und rieche das würzige Aroma des Yogi-Tees. Ich kann Zimt riechen, die anderen
Gewürze kann ich nicht erkennen. Ich nehme einen Schluck und schmecke den
würzigen Tee. Er rinnt meine Kehle hinunter. Sein Geruch liegt in der Luft.

Ein gelbes Blatt fällt von dem Baum auf den Boden.

In dem Gebäude gegenüber gehen ab und zu Menschen aus und ein.
Auf der Baustelle wird nicht gearbeitet. Es ist ruhig.
Der Himmel ist immer noch grau und bewölkt.

Ich trinke einen weiteren Schluck Tee, rieche und schmecke das würzige Aroma,
spüre nach, wie das warme Getränk meine Kehle hinunter läuft. Ich betrachte
wieder den Baum vor dem Fenster mit seinen bunten Blättern und den bewölkten
Himmel darüber.

Ich stehe mit beiden Füßen fest auf der Erde. Ich spüre die Kanten des Stehpults
in meinem Rücken, als ich mich dagegeben lehne. Ich nehme einen weiteren Schluck
Tee, trinke und genieße ihn ganz bewusst, nehme seinen würzigen Geruch und seinen
Geschmack wahr und wie das warme Getränk meine Kehle hinunter rinnt.

Die Tasse ist noch halb voll. Ich fühle mich ruhig und möchte weiter arbeiten.

Tägliche kleine Auszeit von der Arbeit mit viel Achtsamkeit

Ich setze mich an meinen PC, mache mir bewusst, was ich in den beiden letzten Stunden geschafft habe und erkenne, dass ich den Stress relativ gelassen genommen habe und die unerklärlichen Programmier-Probleme als Herausforderung gesehen habe, weil ich wusste,
dass ich den Fehler finden würde, wenn ich systematisch und in aller Ruhe danach suchen würde.

Anschließend gönne ich mir eine Teepause – meine tägliche kleine Auszeit von der Arbeit
mit viel Achtsamkeit, so wie ich das in der Gruppentherapie für Zwangsstörungen gelernt
habe. In der Gruppe wird aus der Achtsamkeit öfter „Lachsamkeit.“ Eigentlich nicht wirklich zielführend, aber eine schöne Erinnerung an die Zeit in der psychosomatischen Tagesklinik.

Einen kurzen Moment lasse ich die Gedanken noch schweifen, denke an die Menschen,
die ich in der Gruppentherapie kennen gelernt habe und überlege, wie es ihnen geht
und ob auch sie noch regelmäßig ihre Achtsamkeits-Übungen machen und an die „Lachsamkeit“ denken.

Achtsamkeit statt Zwangshandlung und Gedankenkarrussell

Mit einem Lächeln greife ich zur Maus und konzentriere mich wieder auf meine Arbeit.

Auch Konzentration ist eine Form von Achtsamkeit. Wenn wir uns voll und ganz auf eine Aufgabe konzentrieren, sind wir ganz bei uns. Wenn wir nichts tun, kreisen die Gedanken
in unserem Kopf unaufhaltsam. Wir haben zwei Möglickkeiten, das Gedankenkarrussell
für einen Moment abzustellen: Mit einer Zwangshandlung oder mit ein paar Minuten Achtsamkeit.

Achtsamkeit geht immer und überall. Auch am Arbeitsplatz. Wenn du nicht allein im
Büro bist, kannst du an einen Ort gehen, an dem du ungestört bist. Wenn du deinen
Blick nicht auf etwas Schönes in deiner Umgebung richten kannst, kannst du deine
Augen schließen und auf deine Atmung achten und deinen Körper wahrnehmen.

Wie ein Stück Schokolade durch Achtsamkeit zum Hochgenuss wird

Oder du kannst ganz bewusst einen Apfel oder ein Stück Schokolade essen.
In der Gruppentherapie hat unsere Therapeutin uns die Achtsamkeitsübung nach
dem Mittagessen mit einem Schoko-Bon versüßt, den wir erst aufmerksam betrachten,
dann ganz langsam auswickeln, nochmals betrachten, in den Mund stecken und dann
auf der Zunge zergehen lassen. Die meisten merken bei dieser Übung zum ersten Mal,
dass in der süßen Leckerei kleine Nusssplitter stecken, die noch für ein zusätzlichen
Genusserlebnis sorgen.

Und so wird so etwas Alltägliches wie der Verzehr einer kleinen Schokokugel zu einem
ganz besonderen Erlebnis und einem schönen Moment, den wir jederzeit wiederholen
können: Mit ein wenig Achtsamkeit in unserem Alltag.

Gedankenkarrussell statt Ruhe

Gehörst du auch zu den Leuten, die immer eine Beschäftigung brauchen?
Wenn ja: Was passiert, wenn du mal nichts zu tun hast? Oder nichts tun kannst?
Fühlst du dich unnütz? Wirst du unruhig? Kommst du ins Grübeln? Warum?

Was ist falsch daran, dir eine Pause zu gönnen, zu entschleunigen, Zeit für dich zu nehmen,
die Seele baumeln zu lassen, einfach mal zu entspannen und den Alltag hinter dir zu lassen?
In der Therapie nennt man das „Selbstfürsorge.“ Und die ist ganz wichtig.

Aber warum fällt es uns so schwer, einfach mal nichts zu tun?
Woher kommt diese innere Unruhe, dieses ungute Gefühl? Dieses ständige Getrieben-Sein?

„Müßiggang ist aller Laster Anfang“

Vielleicht aus der Kindheit?  „Müßiggang ist aller Laster Anfang“, sagt mein Mutter immer.
Das lerne ich schon als kleines Kind. Meine Mutter kann nie still sitzen, hat immer etwas
zu tun, wird nie müde, zu putzen und Ordnung zu schaffen, obwohl bereits alles sauber und
ordentlich ist. Freizeit? Fehlanzeige! Mütter, die zum Sport gehen oder sich mit Freundinnen
treffen: Ganz schlimm! Haben die denn zu Hause nichts zu tun?
Nun ist meine Mutter fast 90 und leidet darunter, dass sie nicht mehr so viel Energie hat wie früher. Die Hausarbeit fällt ihr immer schwerer, sie muss zwangsläufig Pausen machen und weiß dann nichts mit sich anzufangen, weil sie nie gelernt hat, einfach mal nichts zu tun und das Leben zu genießen. Denn: Nichts tun = Müßiggang = böse, schlimm, der Anfang vom Ende.

Nichts tun will gelernt sein

Mit gutem Gewissen „nichts tun“ will gelernt sein. Das kann nicht jeder.
Ich fühle mich auch nicht wohl, wenn ich längere Zeit gar nichts mache. Im Urlaub nur faul
am Strand liegen oder am Wochenende nur auf der Couch sitzen, wäre mir viel zu langweilig.
Vor kurzem habe ich frei und will den Tag „sinnvoll“ nutzen. Leider habe ich einen gewaltigen Durchhänger und gebe nach einem kurzen und etwas frustrierten Beitrag für meinen Blog
meine Pläne für einen erfüllten Tag auf.

Natürlich ärgert es mich, dass ich an meinem freien Tag nichts Gescheites auf die Reihe kriege. Aber jeder hat mal einen schlechten Tag und vielleicht brauche ich einfach eine Pause. Die letzten Wochen waren doch etwas anstregend. Ich muss wirklich kein schlechtes Gewissen haben, wenn ich ein paar Stunden nur Musik höre, E-Mails lese oder einfach aus dem Fenster schaue und „nichts“ tue. Das nennt sich Selbstfürsorge und ist ganz wichtig. Das haben wir in der Gruppentherapie für Zwangsstörungen gelernt und meine ambulante Therapeutin mahnt mich auch immer wieder, rechtzeitig Pausen zu machen und nicht erst, wenn ich mit meiner Energie am Ende bin.

Nichts tun ist besser als unter Mühen nichts zu schaffen

Also akzeptiere ich, dass ich heute nicht so aktiv bin wie ich gehofft habe und genieße meinen freien Tag. Draußen ist es noch ein wenig frisch. Also bleibe ich erst mal drin. Und habe ständig die ganze Arbeit vor der Nase, die ich eigentlich zu erledigen hätte. Und auf die ich heute so überhaupt keine Lust habe.

Aber warum nur? Warum sitze ich jetzt dumm rum und schaffe nichts?
Okay: Nichts tun ist besser als unter Mühen nichts zu schaffen.
Aber waren die letzten Tage und Wochen wirklich so anstrengend ?
Und was soll ich dann heute den ganzen Tag machen?
Wann soll ich den ganzen Kram erledigen, den ich schon seit Wochen vor mir herschiebe?
Wo doch in den nächsten Wochen noch so viel ansteht: Arzttermine, Familiengeburtstage,
meine Schulfreundin will mal wieder vorbei kommen in den Herbstferien, für meinen alten
Freund aus dem Studium würde ich mir auch gerne wieder Zeit nehmen, der hat es gerade
nicht leicht mit seinen Eltern, meine Schwiegermutter baut auch ziemlich ab, da sollten
wir auf jeden Fall auch bald mal wieder vorbei schauen…

STOP !!! Halte das Gedankenkarrussell an!

Kaum sitze ich eine halbe Stunde auf der Couch, schon gehen mir wieder die unmöglichsten Dinge durch den Kopf, mit denen ich mir meinen freien Tag eigentlich auch nicht verderben wollte. GrübelBetty live…

Aber so ist das halt nun mal: Kaum sind wir aus unserer Tretmühle raus, kommt das Gedanken-Karussell im Kopf in Schwung und lässt sich nicht mehr anhalten.

Also suchen wir uns so schnell wie möglich wieder eine Beschäftigung, die uns von unseren Grübeleien ablenkt. Im Extremfall entwickeln wir eine Zwangsstörung.

Aber es gibt einen Weg raus aus dem Zwang und raus aus stopden Grübeleien:
Ich weiß, wovon ich rede. Ich habe ein schwere Zwangsstörung überwunden
und gelernt, rechtzeitig STOP! zu sagen und mit Achtsamkeit und Selbstfürsorge für einen positiven Ausgleich zu sorgen. Mit etwas Übung geht es immer besser. Wenn ich fleißig weiter übe, brauche vielleicht sogar einen neuen Spitznamen 🙂

Raus aus dem Zwang – und dann ?

 

Schilder-Zwang-Lebensfreude-Selbtbestimmung_Zeit.jpg

„Was machen Sie denn nun mit der vielen Zeit, die Ihnen bleibt?“

Diese Frage stellt unsere Therapeutin einer Mitpatientin in der Gruppentherapie.
„Lauter schöne Sachen“, strahlt die junge Mutter, die ihren Hygiene- und Ordnungszwang überwunden hat. „Und meine kleine Tochter freut sich, dass ich jetzt mehr Zeit für sie habe
und dass sie nicht mehr so oft duschen muss“.

Die Frage ist berechtigt: Wir verbringen viel Zeit mit unseren Zwangshandlungen:
Mit Stunden langem Aufräumen, Putzen, Kontrollieren, Listen erstellen usw.
Ich habe Jahre lang alles ausführlich dokumentiert und mir immer überlegt,
wie viel ich doch schaffen könnte, wenn ich nicht ständig so viel schreiben müsste.

Jetzt schreibe ich nur noch, wenn ich Lust dazu habe. Im Beruf habe ich viel mehr Zeit für
meine eigentlichen Aufgaben, komme viel beser mit meinem Projekt voran und habe nicht
ständig ein schlechtes Gewissen, weil ich so viel Zeit mit privaten Notizen verschwende.

Ich habe plötzlich viel mehr Zeit

Privat habe ich natürlich auch viel mehr Zeit. Ich habe keine Kinder und mein Mann
kann sich sehr gut selbst beschäftigten. Also habe ich wirklich viel Zeit. Zeit für mich.
Zeit, die ich nicht mehr mit Schreiben verbringe – außer wenn ich mal einen Beitrag
für meinen Blog erstelle. Das dauert höchstens 1-2 Stunden – incl. Korrekturlesen.

Auch meine ambulante Therapeutin fragt immer wieder, was ich mit meiner neu gewonnenen Freizeit mache. Sie macht sich Sorgen, dass ich wieder in meine Zwangsstörung zurückfallen könnte, wenn ich keine anderen Beschäftigungen finde, mit denen ich meinen Tag füllen kann.

250 Vorschläge für eine sinnvolle Freizeitgestaltung

In der Gruppentherapie bekommen wir eine mehrseitige Liste mit über 250 Vorschlägen für eine sinnvolle Freizeitgestaltung. „Tagebuch schreiben“ ist vielleicht nicht unbedingt der optimale Vorschlag für jemanden mit Dokumentierzwang. Aber bei über 250 Vorschlägen ist wirklich für jeden etwas dabei.

Schilder-Zwang-Lebensfreude-Selbtbestimmung_Zeit.jpg

Vielleicht sollte ich mal wieder ein wenig aufräumen, denn ich kann die Liste momentan nicht finden. Aber mir ist in den letzten Monaten auch ohne therapeutische Unterstützung nicht langweilig geworden und das, obwohl es mir nicht leicht fällt, nichts zu tun. Ich bestimme nun wieder selbst, was ich mit der Zeit anfange,
die ich früher mit meinen Zwangshandlungen verbracht habe.
Und ich habe wieder viel mehr Freude am Leben.

 

Lieber scheitern als aufgeben

„Wenn du bemerkst, dass du ein totes Pferd reitest, steig ab !“

Als ich dieses indianische Sprichwort zum ersten Mal lese, reite ich schon seit Jahren ein totes Pferd und ich reite es noch ein paar Jahre weiter, bis ich endlich absteige bzw. aussteige aus einem Projekt, das mich viel Zeit, Energie und auch Geld kostet.

Warum fällt Aufgeben so schwer ?

Menschen, die es gut mir mir meinen, raten mir schon lange, dass ich mein Projekt aufgeben soll, das mich doch „nur runter zieht“. Aber ich bleibe im Sattel und versuche weiterhin ebenso verzweifelt wie vergeblich, ein Hobby zum Beruf zu machen, um aus meinem ungeliebten Job raus zu kommen.

Anstatt abzusteigen (bzw. auszusteigen), versuche mit allen Mitteln, mein totes Pferd wiederzubeleben. Ich kann ewig nicht glauben, dass mein Pferd tatsächlich tot ist.
Ich schaue auch, wie andere mit toten Pferden umgehen: Die meisten bleiben im Sattel
und laufen sich selbst tot.

Irgendwann muss ich erkennen, dass ich auf das falsche Pferd gesetzt habe und verabschiede mich endlich von der Vorstellung, mich beruflich selbständig zu machen. Nach fünf Jahren steige ich von einem Pferd ab, das schon seit vier Jahren tot ist.

Was habe ich von dem toten Pferd gelernt ?

Ehrlich gesagt: Scheinbar gar nichts. Ich setze immer noch auf die falschen Pferde und bleibe tapfer im Sattel, wenn ich sie schon längst tot geritten habe. Damit bin ich nicht die einzige.
Das nennt man „Durchhaltevermögen“. Zweifelsohne eine meiner positiven Eigenschaften,
die auch mein Arbeitgeber sehr zu schätzen weiß.

Ich persönlich würde mir wünschen, dass ich leichter aufgeben könnte. Das würde in meinem Leben vieles leichter machen. Aber Aufgeben ist halt einfach nicht mein Ding. Also werde ich mich auch in Zukunft noch öfter in diversen Projekten vergallopieren und viel Zeit und Energie in tote Pferde investieren.

Scheitern ist besser, als es nicht versucht zu haben

Aber ich sehe es positiv. Ich habe nie bereut, dass ich Anfang der 2000er Jahre versucht habe, mein Leben von Grund auf zu ändern. Aber ich würde es sicher bereuen, wenn ich diesen Schritt nicht gewagt hätte. Auch wenn es nicht geklappt hat: Ich habe es zumindest versucht und dabei viele wertvolle Erfahrungen gemacht, die ich nicht mehr missen möchte.

Scheitern ist besser, als es nicht versucht zu haben.