Gruppentherapie ist hart – und hilft

Im Alltag sind wir mit unseren Ängsten, Sorgen und Problemen oft allein. Meistens können
wir mit keinem über unsere Zwänge reden reden, weil uns die anderen sonst für verrückt
erklären. Also sagen wir nichts und begehen Zwangshandlungen. Wir wollen das nicht.
Aber wir müssen.

In der Gruppentherapie schüttelt keiner über uns den Kopf oder sagt irgendwas Blödes,
wie „Stell dich nicht so an!“ oder „Du bist doch verrückt.“

Hier versteht jeder die Probleme des anderen oder versucht zumindest, sie zu verstehen.
Jeder akzeptiert jeden so, wie er oder sie ist. Und jeder will dem anderen helfen.

Ich hSkulptur_Gemeinsschaft02abe selten einen so starken Zusammenhalt erlebt wie in der
Gruppentherapie in der Tagesklinik. Wir sind nicht nur ein paar
Leute mit einer psychischen Krankheit. Wir sind eine Schicksals-
gemeinschaft, Freunde, fast wie eine Familie. Wie die Familie,
die wir uns alle gewünscht hätten und nicht hatten. Unsere neue
Familie hilft uns, mit unseren Zwängen fertig zu werden.

Mir hat die Gruppentherapie geholfen. Meinen Freunden auch.
Ich bin froh und dankbar, dass ich all diese netten Leute kennen lernen durfte,
die mir so oft Mut zugesprochen haben oder einen Rat von mir angenommen
und mir das Gefühl gegeben haben, etwas Gutes bewirken zu können.

Für euch alle mache ich diesen Blog. Und auch für alle anderen, die ähnliche Probleme
haben und vielleicht noch nicht den Mut finden, eine Gruppentherapie zu machen.

Schilder-Zwang-Lebensfreude-Selbtbestimmung_Zeit.jpg

Ich habe meine Zwangsstörung überwunden.
Auch meinen MitpatientInnen geht nach der Therapie
zumindest deutlich besser. Auch ihr könnt es schaffen !
Raus aus dem Zwang. Rein in ein besseres Leben!

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