Keine Sorge – Selbstfürsorge

Selbstfürsorge wird in der Therapie groß geschrieben.

Das ist das absolute Kontrastprogramm zu dem, was unsere Eltern Jahre lang gepredigt haben:
„Erst die Arbeit, dann das Vergnügen“ – „Ohne Fleiß kein Preis“
„Müßiggang ist aller Laster Anfang“
„Ich hatte es nicht so schön, als ich in deinem Alter war. Ich musste den ganzen Tag arbeiten“.
„Für so was habe ich keine Zeit. Ich habe noch nie ein Fitnessstudio gebraucht oder oder
musste zum Schwimmen oder Joggen. Ich habe daheim genug Arbeit…“

Habt ihr das auch so oft gehört, dass ihr es nicht mehr hören könnt ?
Dann geht es euch so wie mir und meinen Mitpatienten und Mitpatientinnen aus der Klinik
(und zigtausend anderen…)

Vielleicht denkt ihr mal kurz über folgende Fragen nach
(muss nicht gleich sein, ist nur eine Anregung…)

a) Wie ging es euch dabei als Kind ?
b) Wie habt ihr als Jugendliche darüber gedacht ?
c) Wie denkt ihr jetzt darüber ?
d) Was würde ein Therapeut dazu sagen ?

Therpeuten sind sich einig: Das Zauberwort heißt „Selbstfürsorge.“

In der Therapie sollen wir uns nach besonders anstrengenden Aktivitäten mindestens
eine Viertelstunde Zeit für uns selbst nehmen. In dieser Zeit sollen wir etwas machen,
was uns gut tut: Musik hören, spazieren gehen, lesen, einen Tee trinken…
Auch Videospiele auf dem Handy sind erlaubt.
Hauptsache, es geht uns gut dabei und wir können wieder Kraft tanken für die nächsten anstrengenden Herausforderungen.

Selbstfürsorge ist auch im Alltag wichtig. Auch am Arbeitsplatz.
Das hat mir vor kurzem auch meine Therapeutin klar gemacht, als sie mir dringend geraten
hat, regelmäßig Pausen einzulegen. Ihr guter Rat hat sich bewährt und mich zu einem weiteren
Beitrag inspiriert.

Ich werde auch weiterhin viel Wert auf Selbstfürsorge legen. Deshalb schließe ich meine
Arbeitam PC für heute ab und genieße mein freies Wochenende bei strahlendem Sonnenschein,
mit einem guten Buch und einer Tasse Kaffee und einem Stück selbst gebackenem Kirschkuchen.

Morgen ist auch noch ein Tag zum Bloggen…

Schließlich will ich nicht irgendwann einen Blog über Burnout machen…

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