S – Z

Zwang von S – Z: Sammelzwang bis Zwangsstörung

Menschen mit einem  Sammelzwang können nichts wegwerfen oder horten zwanghaft Dinge, die sie häufig nicht wirklich brauchen. Der Sammelzwang kann zu enormen Einschränkungen und Problemen im familiären Umfeld und am Arbeitsplatz führen. Im Extremfall vermüllt die ganze Wohnung (Messie-Syndrom).

Schmutzphobie

Am Ende der Therapiewoche in der Tagesklinik berichten alle über einen schönen Moment. Ich halte die schönen Momente in meinem Leben mittlerweile in einer Positivliste fest.

Eher seltene Form der Zwangsstörung. Betroffene leiden unter dem Zwang, alles detailliert aufschreiben zu müssen, auch völlig belanglose Dinge. Ich habe über zehn Jahre unter einem ausgeprägten Dokumentierzwang gelitten, den ich mit Hilfe einer einer Gruppentherapie für Zwangsstörungen überwinden konnte.

Selbstfürsorge

STOP!

Stolz

In der Verhaltenstherapie sitze ich abwechselnd auf verschiedenen Stühlen und nehme
die entsprechende Rolle und Sichtweise ein: Das „innere Kind“, den „inneren Kritiker“
und die „erwachsene Frau“.
Mir hat dieser Therapieansatz schon sehr viel geholfen.

Tagebuch

Theatertherapie

Der therapeutische Brief dient in erster Linie dazu, dir alles von der Seele zu schreiben,
was du einer bestimmten Person nicht sagen kannst, z. B. deiner Mutter, deinem Vater,
einem früheren Lebenspartner oder wer immer dir sonst noch das Leben schwer gemacht hat. Vielleicht werden dir beim Schreiben Dinge bewusst, die dir vorher nicht klar waren oder die
du vergessen oder verdrängt hast. Du schreibst den therapeutischen Brief nicht für die Person,
an die er sich richtet, sondern für dich. Was du mit diesem Brief machst, ist deine Entscheidung: Natürlich kannst du den Brief an die Person schicken, an die er adressiert ist. Das kommt aber
eher selten vor. Wie gesagt: Der therapeutische Brief ist für dich. Du kannst den Brief behalten
und später wieder durchlesen oder auch zerreißen, wegwerfen oder verbrennen.

Meinen Mitpatientinnen und Mitpatienten in der Gruppentherapie haben ihre Briefe geholfen. Wenn ich endlich dazu komme, selbst so einen Brief zu schreiben, schreibe ich darüber einen Beitrag auf meinem Blog.

Therapeutisches Grübeln

Eine Psychotherapie ist der einzige Weg raus aus dem Zwang. Nach der Gruppentherapie in einer Psychosomatischen Tagesklinik folgt eine ambulante Verhaltenstherapie.
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Therapiegruppe

Überhöhte Ansprüche

Unruhe

Verdrängen ist menschlich – und der erste Schritt zu vielen psychischen Problemen.
Was wir verdrängen anstatt uns damit auseinanderzusetzen, holt uns auf anderen
Wegen wieder ein: Mit Albträumen, Angstzuständen, Depressionen und auch Zwangsstörungen. Deshalb ist es so wichtig, sich seinen Problemen und Ängsten zu stellen und sich auch mit unangenehmen Situationen auseinanderzusetzen. Mit therapeutischer Unterstützung funktioniert das sehr gut, sowohl in der Gruppentherapie als auch in der amubulanten Verhaltenstherapie.
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Häufig vermeiden Menschen mit einer Zwangserkrankung Situationen, die Zwangsgedanken oder Zwangshandlungen auslösen. Beispielsweise nutzen Menschen mit einer Keimphobie
keine öffentlichen Verkehrsmittel oder öffentliche Toiletten. Die Vermeidungsstrategie
schränkt die Betroffenen auf Dauer zunehmend in ihrem Alltag ein und ist auch für die Behandlung der Zwangsstörung nicht hilfreich, ganz im Gegenteil. Deshalb werden Zwangspatienten in der Therapie bewusst mit zwangsauslösenden Situationen
konfrontiert (Exposition).

Ich brauche zwangsläufig einen neuen Arbeitsplatz, weil aufgrund meines Dokumentierzwangs das Vertrauensverhältnis zu meinem Chef so stark gestört ist, dass er sich eine weitere Zusammenarbeit mit mir nicht mehr vorstellen kann. Meine Kollegen vermutlich auch nicht.

Der Waschzwang oder Reinigungszwang gehört zu den häufigsten Zwangsstörungen.
Betroffene verspüren Angst oder Ekel vor Schmutz und Verunreinigungen und leiden
meistens an einer Keimphobie. Typische Verhaltensmuster sind u. a. häufiges Händewaschen, exzessives Duschen, möglichst nichts mit den Händen anfassen, um nicht mit Schmutz und Keimen in Berührung zu kommen.

Menschen, die unter Wiederholzwängen leiden, müssen zwanghaft alltägliche Handlungen immer eine bestimmte Anzahl lang durchführen, z. B. exakt fünfmal das Bett aufschütteln
oder mehrfach zur Tür rein und raus gehen. Bei mehr oder weniger Wiederholungen leiden  Betroffene unter extremer Anspannung oder der Befürchtung, dass ihnen oder nahestehenden Personen etwas Schlimmes passieren könnte.

Menschen mit Zählzwängen müssen bestimmte Dinge immer wieder zählen, z. B. Bücher im Regal oder Menschen im Raum, obwohl sie die Anzahl bereits kennen. Zählzwänge können in Stress-Situationen kurzfristig beruhigend wirken, werden aber von den Betroffenen meistens als unangenehm und sinnlos empfunden.

Zwangsgedanken und Zwangshandlungen kosten extrem viel Zeit, die für wichtige Dinge oder Menschen fehlt. Wird die Zwangsstörung überwunden, steht plötzlich sehr viel Zeit zur Verfügung, die anderweitig und sinnvoll genutzt werden muss.

Menschen mit Keimphobie oder einer zwanghaften Persönlichkeit empfinden ihre Zwangsstörung als Normalverhalten

Menschen mit zwanghafter Persönlichkeit neigen häufig zu extremen Perfektionismus und zu extremer Ordnungsliebe und Hygienezwang. Anders als Menschen mit einer Zwangsstörung empfinden sie ihr zwanghaftes Verhalten als Normalverhalten. Oft kritisieren sie Menschen,
die weniger ordnungsliebend oder perfektionistisch sind als sie selbst.
Ich weiß, wovon ich spreche: Meine Mutter ist eine zwanghafte Persönlichkeit.

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Zwangsgedanken drehen sich oft um die Befürchtung, sich selbst oder anderen zu schaden:
So könnte eine andere Person krank werden, wenn sie etwas anfasst, was man vorher in der Hand hatte, weil sich über den Gegenstand Schmutz, Keime oder Krankheitserreger übertragen könnten. Oft befürchten Betroffene auch, sie könnten eine andere Person beschimpft, körperlich angegriffen, verletzt oder mit dem Auto überfahren haben. Diese Ängst bestehen weiter, auch wenn glaubwürdige Augenzeugen versichern können, dass nichts dergleichen passiert ist.
Die einzige Möglichkeit, diese Zwangsgedanken zu unterbrechen, ist das Ausführen von Zwangshandlungen.

“Ich will nicht, aber ich muss.“ Zu den häufigsten Zwangshandlung gehören:
Ständiges Händewaschen, ständiges Kontrollieren, alles penibel anordnen.
Die Betroffenen empfinden ihre Zwangshandlungen als sinnlos und störend.
Der Leidensdruck ist enorm.

Zwangsmonster

Zwangsstörung