Wichtige Begriffe

Zwangsgedanken drehen sich oft um die Befürchtung, sich selbst oder anderen zu schaden:
So könnte eine andere Person krank werden, wenn sie etwas anfasst, was man vorher in der
Hand hatte, weil sich über den Gegenstand Schmutz, Keime oder Krankheitserreger übertragen könnten. Oft befürchten Betroffene auch, sie könnten eine andere Person beschimpft, körperlich angegriffen, verletzt oder mit dem Auto überfahren haben. Diese Ängst bestehen weiter, auch
wenn glaubwürdige Augenzeugen versichern können, dass nichts dergleichen passiert ist.
Die einzige Möglichkeit, diese Zwangsgedanken zu unterbrechen, ist das Ausführen von Zwangshandlungen.

Zu den häufigsten Zwangshandlungen gehören:
Ständiges Händewaschen, ständiges Kontrollieren, alles penibel anordnen.
Die Betroffenen empfinden ihre Zwangshandlungen als sinnlos und störend.
Der Leidensdruck ist enorm.

Menschen mit zwanghafter Persönlichkeit neigen häufig zu extremen Perfektionismus und
zu extremer Ordnungsliebe und Hygienezwang. Anders als Menschen mit einer Zwangsstörung empfinden sie ihr zwanghaftes Verhalten als Normalverhalten. Oft kritisieren sie Menschen,
die weniger ordnungsliebend oder perfektionistisch sind als sie selbst.
Ich weiß, wovon ich spreche: Meine Mutter ist eine zwanghafte Persönlichkeit.